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Gibt es ein Leben nach der Kanu AG?

"Ich fahre wie jedes Jahr im Sommer zum Kanu Camp", erzählte ich irgendwann mal während der Kanu AG, als wir darüber sprachen, was man alles so paddeln könnte. Da war das Interesse der Kids geweckt - und zwei hatten in den Ferien sogar Zeit und haben sich angeschlossen, um mal zu schauen, was die Paddelszene alles zu bieten hat. Das Ergebnis sieht man hier:

Zum ersten Mal probierten wir mit dem Kanu Camp den Standort Pfunds an. Einige Dinge waren gut (tolles Wuchtwasser, recht reibungsloser Ablauf, Badesee vorhanden, reichhaltiges Rahmenprogramm teilweise das Wetter), andere eher durchwachsen (Sanitär, teilw. Wetter). 

Auf dem Wasser zeigte sich ganz schnell: unter wuchtigem WW II gibt es in dieser Region nichts, das hielt evtl. einige Wackelkandidaten davon ab, zum Camp zu kommen. Gut so - ist schließlich eine Wildwasser-Veranstaltung! Auch die Mädels machten zuerst dicke Backen, kamen aber dann doch gut klar.

 
 

Die Nachmittage konnte man dann am Badesee verbringen - wenn einen das eiskalte Wasser nicht davon abhielt!

Lieblingsstrecke von Hannah und Sophie wurde die Martina-Schlucht des Inn in der Schweiz. Drei Mal sind sie diesen Abschnitt gepaddelt. Bei der dritten Tour, bei der ich dann mal der Fahrtenleiter war, habe ich  sie sogar vorfahren lassen, so dass sie lernen konnten, wie es ist, selbst den Weg zu suchen. Es hat super geklappt!

 

  Sowohl landschaftlich als auch vom Wildwasser her ist diese Ansicht nachvollziehbar. Schönes WW II zum Einpaddeln, dann gibt es längere Strecken WW II-III und einzelne Dreierstellen. Oder, wie sich Hannah und Sophie aus dem Theorieunterricht erinnerten: Paddeln in der "Komfortzone" mit kleinen Ausflügen in den "Abenteuerzone"!
Natürlich kamen auch Ausflüge nicht zu kurz. Besonders schön war ein Tag im Ötztal mit dem Besuch des steinzeitlichen Ötzidorfes, einer Wanderung zum höchsten Wasserfall Tirols (Foto)...  
  ...und der Besichtigung der Sickline-WM-Strecke, der Wellerbrücke. Hier allerdings hatte sie ein solches Hochwasser, dass wohl auch die meisten Profis keine Lust auf eine Befahrung gehabt hätten!
Auf dem Camp wurde natürlich auch gefeiert, hier z.B. der Kanutenball mit der Einführung der neuen Teamerinnen. Lustig war die kleine Krise von Nils, der als Neu-Kanucamper Sorge hatte, einen Anzug und eine Tanzpartnerin aufzutreiben, bis wir ihn aufklärten, dass es kein "Ball" in klassischem Verständnis sein wird...;-)  
  Heftiges Wuchtwasser wartete in den Innschluchten, ob Giarsun, Scuol (Foto), Finstermünzer, Tösens, Landecker Durchbruch - Wuchtwasserfans der Stufen IV und V kamen hier voll auf ihre Kosten!
Auch Klettern haben sich die Mädels gewünscht, kannten sie es doch bisher nur von den Kanu AG Trainingseinheiten in der Kletterhalle. Dann sind wir einen Klettersteig der Kategorie C hoch - es war ein beeindruckendes Erlebnis und wir haben echt ganz schön geschnauft.

Einen großen Dank an Stefan, Paula und Johanna, die uns sachkundig begleitet haben.
 
  Und nun noch ein paar Foto-Impressionen von unserem tollen Urlaub in Pfunds mit  der Erkenntnis, dass es nicht nur ein Leben nach der Kanu AG gibt, sondern dass das (Paddler)-Leben jetzt erst so richtig anfängt!

 
 

 
 

 
 
 
 

 

 

Fotos und Texte © Christian Brune-Sieren