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Too Matsch Rain

Drei Dinge, die man in Mooslandl braucht - das seht ihr, liebe Leser, gerade oben drüber. Regenschirm, Stiefel, Spaten. So ausgerüstet, könnte es dann losgehen mit einem, äh, nennen wir es mal "Sommer"-Urlaub in der Steiermark.!

Aber es wäre falsch, jetzt von drei Wochen Dauerregen auszugehen, wie man auf den ersten Bildern sieht.

In Wirklichkeit waren es nur zweieinhalb Wochen Dauerregen. ;-)

Und bei Regen kann man sich ja immer noch in den gemütlichen Wohnwagen verziehen...

Das Wetter sorgte aber immerhin für tolle Pegel, so dass wir einiges an Flüssen fahren konnten. Neben den Klassikern wie Salza, Steyr und Enns standen diesmal abenso auf der To-Do-Liste: Koppentraun, Hinterwildalpenbach, Lassing und Laussa.

Auf der herrlichen Salza haben wir bei jedem Wetter Spaß - hier bin ich unterwegs mit ein paar Kids.

Linkes Bild: Maike im Eingang vom "Paradies" (das heißt nicht ohne Grund so!).

Unser Team am Ausstieg: Eliza, Maike, Chris, Christian
Strahlender Sonnenschein macht die Salza zu einem Erlebnis der Extraklasse.
Wir üben Retten und Bergen mit den Kids

Bei Wildalpen erreicht die Stimmung den Höhepunkt. Es ist dreißig Grad, wir haben beste Laune und jede Menge Zeit. Ich frage die Kids: "Habt ihr Lust, den "HiWi-Bach" zu fahren?" Gerade mündet er nämlich von links in die Salza. Große Augen überall. Den sagenumwobenen, berüchtigten HiWi-Bach? Ist der verrückt?

Da musste mandie Antwort nicht lang überlegen: Na klar wollen wir!

 

Also tragen wir ein paar Meter hoch und fahren den Schluss des Stufenbaches, den die meisten Kis bisher nur von Lagerfeuergeschichten kannten. Hier ein paar Bilder davon.

Trotz solcher Positiverlebnisse freuen wir uns schon sehr auf Südfrankreich 2012.

Unser "Marktplatz", wie unser großes Lager Tag für Tag von immer mehr Kanu-Campern genannt wird, feiert einen großen französischen Abend mit liebevoller Deko und kulinarischen Hochgenüssen.

Über Herkunft und Verbleib der Reklametafel im Vordergrund weiß ich übrigens überhaupt rein gar nichts...

Natürlich gehören auch immer Wanderungen und viele Naturerlebnisse zu solch einem Sommerurlaub dazu!
"Ob das gefährlich ist, wenn so ein Tier so leuchtend schwarz-gelb-gefleckt ist?" Diese Frage stellen wir uns aber erst, nachdem das Foto im Kasten ist...;-)

Immer wieder einen Besuch wert: Die Koppentraun. Wir erwischen sie bei Idealpegel und haben einen Riesenspaß in wuchtigem IVer-Wildwasser.

Hier fahren Arno (unten) und ich (rechts) im "Geschauten".

Unten gibts ein tolles Kuchenangebot am Restaurant am Ausstieg, das sich immer über speisende Paddler freut - man darf schließlich auch kostenlos dort parken!

Absolutes 3D-Paddelhighlight: Der Laussafall. Nicht allzu hoch (6 Meter Fallhöhe), aber technisch anspruchsvoll mit rechtwinklig abknickender Anfahrt, klar definierter Abrisskante, aber unterspülten Wänden links, rechts und hinter dem Fall und der daraus resultierenden Empfehlung, unbedingt mit einem sehr sauberen Boof auf den riesigen Pilz zu springen.

Hier kann man super lernen, technisch sauber anzufahren, denn man wird für Fahrfehler umgehend mit unangenehmen Aufenthalten unter den Wänden bestraft, ohne dass diese aber allzu bösartig wären. Unsere Aspiranten haben sie zumindest alle recht schnell wieder frei/schwimmen gelassen...

Rechts eine meiner Befahrungen.

Hier noch mal ich. Man sieht, wie sich durch den Boof das Boot vom fallenden Wasser löst, so dass man sauber auf den Pilz mittig im Unterwasser springen kann, der den Aufprall abdämpft und einen vom Fall wegschiebt. Im Idealfall muss man nicht rollen und kaum stützen.
Bei diesem Kollegen (Name der Redaktion bekannt) hat es hier nicht wirklich gut geklappt - der Pilz schiebt aufgrund des falschen Eintauchwinkels direkt in die Wand

Noch besser er hier, Teilnehmer einer anderen Gruppe: Der hat es sogar geschafft, noch VOR dem eigentlichen Fall in der Anfahrt eine Unterspülung zu finden...

Es hat uns ungefähr eine Stunde gekostet, die Materialien zu bergen, da die dort fahrende Gruppe überhaupt gar nichts mithatte - weder Bergematerial noch Kompetenz...

Auch dieser Gelsenkirchener versucht es im Laufe des Tages mit der suboptimalen (und submarinen) Treibholztechnik...

Bei diesem Camp besonders bemerkenswert: Auch in der dritten Woche in Gummistiefeln war die Laune nicht schlechter. Wir saßen trotzdem abends zusammen, haben das ein oder andere Bierchen getrunken, gesungen und gelacht.

Weder das Paddeln noch irgendetwas anderes (mal abgesehen vom Sonnenbaden am See) kam zu kurz.

Wenn man es sich so richtig überlegt - meine Güte, man könnte fast Angst davor bekommen, wie unglaublich TOLL nächsten Jahr unser Jubiläumscamp in Südfrankreich werden wird!!!

   
   
Text und Bilder © Christian Brune