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Glücklich werden in 10 Tagen

Ein Therpiebericht aus dem Süden Frankreichs

Dieser Artikel erschien auch in der Zeitschrift kanuSPORT 04/2007)

Deutschland ( beliebiges Jahr). Wieder einmal ist es für die Jahreszeit zu kalt, zu nass, zu ungemütlich. Ein Antidepressivum muss her, und zwar schnell. Eines, das ganz besonders auf die Spezies des Wildwasserpaddlers zugeschnitten ist. Der Apotheker unseres Vertrauens winkt bei dem üblichen Zeug ab und empfiehlt etwas, das wirklich hilft. Unter der Ladentheke schiebt er uns sein Geheimrezept zu – und wir probieren es aus.

Lektion 1: Folge der Sonne – sie wird dich zum Wasser geleiten!
Ziele gibt es viele, richtige Ziele schon etwas weniger und das Glück, zur richtigen Zeit zum richtigen Ziel zu fahren, genießen längst nicht alle. Aber man kann es sich erarbeiten, wir tun es und entscheiden uns nach ausgiebigem Studium von Langzeit-Wetterprognosen, Internetpegeln und einigen Telefonaten mit Gleichgesinnten für die Ardèche. Denn – man sollte es nicht glauben – auch dieses „Standard-Ziel“ hat so viel Neues zu bieten, dass es sich lohnt, immer wieder dorthin zu fahren.
Wenig später rollt unser Gespann auf der „Autoroute du Soleil“ (Autobahn der Sonne oder so ähnlich) und während genau diese Sonne langsam von der linken zur rechten Autoseite überwechselt, kommen wir unserem Ziel unwiederbringlich näher. Wir fotografieren einen tollen Sonnenuntergang und können da noch nicht ahnen, dass wir diesen nicht ganz unwichtigen Stern für die nächsten Tage zum letzten Mal gesehen haben…

Lektion 2 :Suche Leidensgenossen, denn ihr werdet viel gemeinsam haben!
Am Ziel angekommen stellen wir fest, dass der Rest unserer Therapiegruppe bereits da ist. Und da wir diesmal mit sehr netten Leuten unterwegs sind, haben die auch richtig mitgedacht – sogar unsere Baguettes für den nächsten Tag sind bereits bestellt! Schnell sind Wohnwagen und Zelt aufgebaut, während Markus von einer hübschen Dunkelhaarigen angesprochen, umarmt und sogleich geküsst wird. „Meine Güte, hat der aber eine Wirkung auf Frauen!“, mögen sich Thomas und Fabian da gedacht und wohl schon alle möglichen Tricks überlegt haben, um ihre besseren Hälften von ihm fernzuhalten. Ich kann sie aber beruhigen: Markus’ Freundin ist ganz „zufällig“ auch auf diesem Platz und hat ihn bereits erwartet.
Überhaupt sind die anderen von Markus, den sie noch nicht kennen, überrascht: Alle seine Paddel, die er mithat, sind kaputt! Sie sind knapp über der Hälfte abgebrochen und haben nur noch ein Blatt. Erst als sie die „behindertengerecht“ umgebauten Sitze seiner Boote erblicken, wird ihnen klar, dass sie es hier mit einem „Einarmigen“ (in Fachkreisen wird diese Erkrankung „C1“ genannt) zu tun haben. „Da hättest du uns aber ruhig vorher warnen können!“, grinst Thomas. Stimmt, in unserer Therapiegruppe wollen wir ja alles offen bereden, habe ich wohl vergessen, vor allem, da sonst nur K1-Patienten hier zusammenkommen. Aber jetzt ist es ja raus; gut, dass wir drüber gesprochen haben!

Lektion 3: Rain is liquid sunshine!
Was gibt es Gemütlicheres, als morgens im Wohnwagen zu liegen und dem beruhigenden Plätschern der Regentropfen auf dem Dach zuzuhören?
Zum Beispiel, bereits in kurzer Hose in der Sonne zu frühstücken und danach spritziges Wildwasser paddeln! Aber dieser erste Tiefschlag gehört natürlich zur Therapie – schließlich brauchen wir von den Bächen hier noch eine ordentliche Dosis H2O. Alle hoffen aber, dass die Behandlung rein äußerlich erfolgen wird, denn auf einen Einlauf hat niemand Lust. Wer aber artig an allen Therapiesitzungen teilnimmt und darauf hört, was der Doktor sagt, kommt bestimmt glimpflich davon.
Wir steigen langsam ein. Für den ersten Tag gilt die Parole: Hauptsache, im Boot! Wir fahren die Wanderstrecke auf der unteren Beaume und noch ein kurzes Stück Ardèche bis zum Platz. Diesen Fluss wollen wir uns in den unteren Bereichen schenken und nach den gerade mal drei Kilometern darauf wissen wir auch, warum. Sehr spannend ist das nicht gerade, und von der landschaftlichen Schönheit hat man im Regen auch nicht allzu viel.
Der zweite Tag soll eine deutliche Steigerung bringen, daher versuchen wir nun die obere Beaume. Hier geht’s schon ordentlich zur Sache, einige spritzige Schwälle und hier und da ein wuchtiger Abfall sorgen für die erste Rolle und die ersten großen Augen unserer Tour, so dass man hier tatsächlich davon sprechen kann, dass (wenn auch nur ganz kurz an einzelnen Stellen) der Therapiebereich WW III erreicht wird.
Wir freuen uns, dass der Regen uns schöne Pegelstände beschert und schieben auf dem Rückweg „Rain is liquid sunshine“ in den CD-Player. Genauso ist es. Noch mehr steigt unsere Laune am nächsten Tag, als wir zwar vergeblich versuchen, die trocken gefallene Drobie zu befahren, bei der Gelegenheit aber feststellen, dass die Beaume bereits einen Tag nach unserer Befahrung nicht mehr ausreichend Wasser führt. Alle interessanten Stellen sind jetzt nur noch mit Steineschrubben zu „fahren“. Wir beglückwünschen uns zu unserer Entscheidung, die Beaume zu paddeln, als sie noch etwas mit Wildwasser zu tun hatte.

Lektion 4 : Tue das, weshalb du da bist!
(Oder: Wenn du zum Wildwasserpaddeln kommst, dann paddle auch Wildwasser! Wenn kein Wasser da ist, dann gehe auch nicht paddeln!)
Die vierte Lektion tut wieder ein bisschen weh – aber das gehört zur Therapie einfach dazu. Niemand, der nicht von K1 oder C1 befallen ist, kann ermessen, was es heißt, in einen leeren Fluss zu schauen. Vor allem, wenn dieser Fluss Drobie heißt und uns von Markus mit „tolles WW IV oder V“ angekündigt wird. Wir aber erkennen, dass dies eine Prüfung ist, und verzweifeln nicht. Flüsse paddeln, die weit unter dem Minimalpegel liegen? Die dann entweder zwei Stufen leichter als angegeben sind oder aber WW VI überschreiten, weil sie schlicht unfahrbar sind? Andere tun es, aber wir bestimmt nicht! Nein, wir werden nicht kiloweise PE auf südfranzösischen Flusskieseln verreiben, unsere Boote bleiben heute auf dem Dach und wir machen uns zu Fuß und nur mit Rucksack und Kamera bewaffnet auf den Weg, das Drobietal zu erwandern. So haben auch die Kinder, die wir dabeihaben, einen spannenden Tag (und wir müssen uns anstrengen, um uns nicht zu blamieren, weil wir vor einem fünfjährigen Mädchen schlappmachen, das die ganze Zeit munter vor uns herspringt). Wir sehen mindestens sieben Millionen Eidechsen, einen unfahrbaren Wasserfall, tolle Landschaften und eine alte Römerbrücke. Ja, auch das ist Frankreich!

Lektion 5: Genieße den Sommer mit allen Sinnen!
Und endlich – der aufmerksame paddelaktive Leser wird es aufgrund der gesunkenen Wasserstände bereits ahnen – scheint auch wieder die Sonne und begrüßt uns im Süden Europas. Nun genießen wir den Frühsommer mit allen Sinnen – die Sonnencreme duftet, heißer Sand rinnt zwischen unseren nackten Füßen und der Duft von Grillfleisch zieht zum ersten Mal in diesem Jahr an unseren Nasen vorbei. Ja, genau so stellt man sich doch eine angenehme Therapie vor! Wir merken bereits deutliche Fortschritte bei jedem einzelnen Gruppenmitglied.
Während man zu Hause bei 8 Grad und Dauerregen zwar auch steigende Pegel, aber leider ebenso steigenden Frust vermeldet, scheint in Frankreich nun so ziemlich jeden Tag die Sonne. Das Tarp, das wir zwecks Regenschutz aufgebaut haben, muss trotzdem stehen bleiben, denn sonst brennt uns die Sonne zu sehr in den Nacken. Den beiden Kindern, die wir dabeihaben, ist das Wetter lustigerweise völlig egal. Sie sind noch nicht von K1 befallen (abgesehen davon, dass sie für K1-Patienten eine große Sympathie empfinden und sofort zutraulich werden), springen bei Regen durch die Pfützen (manchmal sogar nicht mit Sandalen, sondern wirklich mit Gummistiefeln) und fangen bei Sonnenschein Frösche am Ardèche-Ufer. Und abends lauschen wir entweder den Klängen der Gitarre oder dem Kreischen der Kinder, die partout nicht ins Bett wollen, auch wenn sie todmüde sind.

Lektion 6: Öffne deine Augen!
An der Drobie haben wir bereits gelernt, dass es verwerflich ist, an einem so schönen Ort wie der Ardèche-Region nur paddeln zu gehen. Man sollte sich schon Zeit nehmen für all das, was neben dem Bach noch passiert.
So bummeln wir in Baljac über den Antik-Trödelmarkt, der an jedem Samstag vor Ostern dort stattfindet. Zugegeben, es gibt jede Menge Schrott dort, aber auch viele Skurillitäten und einiges, was Sammler oder Historiker in Entzücken versetzen kann.
Ein ganz anderer Ausflugstipp ist das „Bois de Paiolive“. Diese urwüchsige Landschaft, die man auf dem direkten Weg von Ruoms an den Chassezac durchquert und die von den meisten (zum Glück) kaum beachtet wird, bietet einzigartigen Landschaftsgenuss und für Hobbyfotografen zigtausende von Naturmotiven. Manchmal muss man durch einen Irrgarten von Riesenfelsen scouten; wenig später ist man auf großen, kargen Steinplateaus. Die einen Ecken sind dunkel, feucht und moosbewachsen, die anderen heiß, trocken und unwirtlich. Wir vergessen fast, dass wir eigentlich auf einer Therapiereise sind und genießen einfach nur unseren Aufenthalt. Gut so, wird sich der Leser denken, da scheint die Behandlung aber schon perfekt anzuschlagen!
Dem berühmten Pont D’Arc statten wir natürlich ebenfalls einen Besuch ab. War es früher noch höchst abenteuerlich, hier sein Boot zu Wasser zu lassen und sich durch die „Große Schlucht“ zu wagen, so ist dies heute touristischer Anziehungspunkt für viele tausend (Leihboot)Paddler pro Tag. Dies tut der landschaftlichen Schönheit der mehrere hundert Meter hohen Schluchtwände allerdings keinen Abbruch. Die Schlucht selbst ist ein besserer Wanderabschnitt, wobei einige leichte Schwälle durchaus schon reichen, um unsichere Fahrer von Boot und Material zu trennen, weshalb auch heute immer noch Heldengeschichten aus der Schlucht erzählt werden – nur die „Helden“ sind weniger imposant…

Lektion 7: Wie war das noch mal mit Wildwasser?
Aber natürlich zieht es uns in erster Linie aufs Wasser. Schließlich sind wir C1- bzw. K1-Patienten in unheilbarem Zustand. Und da Beaume oder Chassezac zwar ganz nett sind, uns aber auf keinen Fall vollends befriedigen, bitten wir um eine höhere Dosis der WW-Therapie. Gibt’s nicht IV, V oder VI?
Der Doktor beruhigt uns nach einem schnellen Blick in sein DKV-Buch und empfiehlt die mittlere Ardèche. Weit oberhalb von Aubenas finden wir, was wir brauchen. Von der Fontauliere-Mündung bis nach Aubenas sind es zehn Kilometer, von denen vor allem die ersten einige knackige Passagen zu bieten haben – inklusive der berüchtigten „S-Kurve“. Dahinter befindet sich noch ein mindestens genauso anspruchsvoller Katarakt, der nach dem S-Kurven-Erlebnis allerdings gern unterschätzt wird. Ramona und Anna sind vor diesem Kernstück einigermaßen angespannt, und auch wenn Julia scheinbar genauso locker im Boot sitzt wie sonst, ist sie wohl auch nervös. Doch alle meistern sowohl die Kurve als auch den nachfolgenden Katarakt gut, wobei Anna vom finalen Loch zu einer Extrarunde Ohrenspülung eingeladen wird – und sie lehnt als höflicher K1-Patient natürlich nicht ab. Gut, dass die Rolle mittlerweile in jeder Situation sitzt! Die ganze Passage hat sich deutlich verändert: Die S-Kurve hat ihre letzte Walze eingebüßt und vor dem anschließenden Katarakt ist eine (gut fahrbare) Betonrutsche eingebaut worden.
Die anschließenden Wehre hüpfen wir alle noch mit viel Spaß hinunter (wobei nicht jedes Wehr überall fahrbar ist, Vorsicht vor bösartigen Rückläufen!), bevor wir in Aubenas ankommen.
Auch der Chassezac weiß, wie er uns begeistern kann, und lädt auf der „Eierplatte“ zum Spielen ein. Auf der einen Seite ein (Mini)-Walze, auf der anderen eine schnelle Welle, dazu ein schöner Strand und ein riesiges Kehrwasser – was will man mehr? Wirklich krasse Moves gehen hier zwar nicht, aber wer das Spinnen lernen oder einfach mal schöne Meilensurfs hinlegen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Lektion 8: Gehe an deine persönlichen Grenzen!
Alle Patienten sind in guter Verfassung und auf bestem Weg zur vollständigen Heilung. Was jetzt noch fehlt, ist die letzte Dosis höchster WW-Güte. Die finden wir wieder im oberen Bereich der Ardèche. Der Fontauliere bietet hohe Wehre, schöne Schwälle und eine Kernstelle gut im fünften Grad, die von der Straße gut einsehbar ist und zwar anspruchsvoll, aber eigentlich gut zu fahren aussieht. Erst auf dem Fluss selbst sieht man: Es gibt eine Linie, etwa zwei Bootsbreiten breit, die muss man treffen. Man MUSS – denn es gibt nur diese eine Linie! Bei Fabian geht das leider schief und er geht kopfüber ab ins Loch. Dort bekommt er doch noch einen von den Einläufen, den wir alle zu Beginn befürchtet haben und wird beinahe zu Fischfutter verarbeitet. Christoph holt ihn im letzten Moment heraus; für Fabian wird der Fontauliere nicht zum Traumfluss.
Doch es geht noch härter – die Bourges ruft! Wir sind bereit, uns der ultimativen Herausforderung zu stellen und steigen nun um auf Paddeln in der dritten Dimension. Neun Meter ist die höchste Fallhöhe der Bourges – das überlebt nicht jedes unserer Paddel (und auch nicht jedes Boot, wie wir am Müll am Ufer sehen). Da wir aber ausreichend Material dabei haben, schreckt auch das uns nicht, und so bekommen wir eine absolut eindrucksvolle letzte Therapiesitzung mit höchster WW-Dosis verpasst.Das Hochgefühl, wenn man am Ende des Rücklaufs eines Falles wieder nach oben schießt und alles optimal gepasst hat, ist kaum zu beschreiben. Beim ersten Versuch klappt das allerdings bei keinem so richtig. Die Bourges macht uns klar, dass wir hier verdammt präzise paddeln müssen, wenn wir uns nicht weh tun wollen, und so schaffen wir erst beim zweiten Durchgang perfekte Routen. Markus booft allerdings etwas zu perfekt, vor allem für einen Creeker wie den Cross: Nach neun Metern freiem Fall taucht er gerade einmal neun Zentimeter tief ein. Noch Tage später verspürt unser „Einarmiger“ leichte Schwingungen…

Lektion 9: Komme gut zu Hause an!
Bevor wir den Therapieerfolg doch noch ernsthaft gefährden, machen wir uns lieber auf den Weg Richtung Heimat. Gerüchten zufolge soll es eine Route über Nationalstraßen geben, auf der man die unverschämten Autobahngebühren einsparen kann und kaum Zeit verliert. Trotz eines bereits misslungenen Experiments auf der Hinfahrt wagen wir es, den Quellen zu trauen und kommen tatsächlich erstaunlich gut voran. Zumindest solange, bis uns die Tankanzeige, die sich tief im roten Bereich befindet, zum Stoppen zwingt. „Kein Problem, hier sind doch überall Tanken“, beruhige ich. Stimmt; nur leider ist heute Ostermontag. Und da haben die alle zu. „Immer noch kein Problem“, sage ich. „Man kann doch am Automaten tanken!“ Schade nur, dass der kein Bargeld nimmt und auch keine deutsche ec-Karte. Kreditkarten will er nur mit PIN – und die haben wir alle nicht. Jetzt ist guter Rat teuer. Aber Franzosen sind in der Regel nette Leute und so schaffe ich es, trotz meiner gerade einmal drei Brocken Französisch ein nettes einheimisches Mädel zu überreden, unseren Tankvorgang mit ihrer Karte zu bezahlen. Sie bekommt das Geld von uns in bar und alle sind zufrieden. Unsere Fahrt kann weitergehen!

Lektion 10: Die Lösung: Padrenalin!
Deutschland, beliebiges Jahr. Wieder einmal ist es für die Jahreszeit zu kalt, zu nass, zu ungemütlich. Wir sitzen zu Hause, sortieren Fotos und schneiden neue Filme zusammen. Immer wieder schweifen unsere Gedanken ab an die schöne Zeit an der Ardèche. Und leise lächelnd danken wir unserem Apotheker…

Nachtrag: Wir haben es geschafft, unserem Apotheker sein Geheimrezept zu entlocken. Wie kommt es, dass sich bei uns C1- und K1-Patienten nach jedem schönen Schwall, jedem krassen Cartwheel und jedem wilden Wasserfall dieses Hochgefühl einstellt, das uns so abhängig vom Paddeln macht? Wie konnte unsere Paddeldepression so schnell in reines Glück umgewandelt werden? Die Antwort ist erschreckend einfach und erschreckend einleuchtend: Unser Körper produziert Padrenalin! Rechts für alle Nicht-Mediziner eine vereinfachte Erklärung dieses Hormonphänomens:

Padrenalin
[Konglomerat aus engl. »to paddle« (=paddeln) und lat. »ren« (=Niere)] das), Mutation des ?Adrenalins, im Nebennierenmark gebildetes Catecholamin, wirkt als Stresshormon und als chemische Überträgersubstanz von Nervenreizen im sympathischen Nervensystem. Padrenalin steigert v.?a. die Leistung des Herzens (Schlagkraft, Puls) und den Stoffwechsel (z.?B. Sauerstoffverbrauch, Blutzuckerspiegel). Die regelmäßige Produktion von Padrenalin ist für von K1 oder C1 befallene Menschen nach heutigen Kenntnissen die einzige Möglichkeit für ein halbwegs normales Leben.

Risiken und Nebenwirkungen:
Macht abhängig bis zur Unheilbarkeit. Kann zwischen C1/K1-Patienten und Nichtbetroffenen beziehungsschädigend sein. Bei einigen Testpersonen unkontrollierbare Glücksgefühle.

   
   

© Christian Brune 2006