Besucher:

kostenlos bei www.house27.ch


Eine Expedition zur "Düte" (kennt keiner, wetten?)

Kevelaer bzw. Lengerich/Westfalen, 09. und 10. Dezember 2007

Es war nicht nur nass von unten, sondern auch ganz viel Nasses kam von oben.
Doch beginnen wir von Anfang an: Uns sollte ein langweiliges Wochenende auf dem
Campingplatz in Lengerich bevorstehen. Der Wetterbericht meldete trockenes
Wetter, sogar mit sonnigen Abschnitten und das ganze um die 5 °C, solche Werte
ließen unser Paddlerherz höher schlagen. Nach all den regnerischen Tagen ein
trockener Tag, also ausnutzen. So packten wir ebenso unsere „sieben“
Paddlersachen (oder waren es doch mehr) und fuhren nach einiger
Überredungskunst des Fahrers zu unserem Einstiegsort nach Georgsmarienhütte.
Die „Düte“ zeigte einen ordentlichen Wasserstand und auch der Himmel wirkte als ob
er freundlich gestimmt wäre. Die ersten Flusskilometer verliefen bei einem
windungsreichen, mit einigen Mini-Stufen versehenen Flussverlauf reibungslos.
Derweil zogen immer mehr schwarze Wolken auf, es sollte bestimmt nichts Gutes
verheißen. Am Wehr angekommen - dieses hatten wir umtragen -erwischte uns
ein kräftiger Regenschauer. Wir versuchten im Schutz der Boote etwas weniger vom
Regen abzubekommen. So wurde geduldig gewartet, bis die Fahrt fortgesetzt
werden konnte. Immer noch dunkle Wolken, aber trocken, starteten wir unsere
nächste Etappe. Dank der guten Strömung kamen wir gut voran, war es doch für uns
spannend, welches Hindernis uns hinter der nächsten Kurve erwartete. Der kalte
Wind jedoch ließ unsere Finger langsam aber sicher erstarren, dadurch sank unsere
Paddellust gen Nullpunkt. Als es dann auch wieder zu Nieseln anfing, wurde
irgendwann einstimmig beschlossen „wir hören auf“! Nur? – wo waren wir? Also, bis
zur nächstmöglichen Anlegestelle mit Straßenanbindung weiter paddeln und dann
unter schlechtesten Ausstiegsbedingungen den kleinen, jedoch steilen Hang hinauf,
um sich Orientierung zu beschaffen. Im leichten Handgepäck hatte ich eine Karte
vom hiesigen Gebiet dabei und so stellte ich fest, besser hätten wir den Ausstieg
nicht erwischen können. So wurde schnell unser Abholservice an diesen Ort per
Handy geordert (Straßenbrücke bei Wersen). Derweil hatten wir unter einiger
Kraftanstrengung die Boote hinaufgehievt, anschließend bis zur Straße geschleppt
und uns dann endlich die warmen, trockenen Sachen angezogen. Um die Wartezeit
zu verkürzen, wurden einige diverse Hüpf- und Fangspiele unternommen. Nachdem
die Boote wieder verkehrssicher auf dem Dachgepäckträger gespannt waren, fuhren
wir mit doch vielen erlebnisreichen Eindrücken zu unserem Campingplatz zurück, um
an der anschließende Nikolausfeier teilnehmen zu können.
Auf dem eigenen Campingplatz-See konnte am nächsten Morgen noch etwas
trainiert bzw. gespielt werden bevor unsere Heimfahrt begann. Das Wochenende war
für uns gerettet.

Team CaSiSteSa